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Achtung Bußgeld – das müssen Sie beim Energieausweis beachten !

Posted by Ute Gerlach on 29. März 2016
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Achtung Bußgeld !

Das müssen Sie beim Energieausweis beachten

Direkt vorweg: Nachhaltigkeit ist wichtig. Stromsparen ist gut. Und ja: Auch die Energiewende insgesamt ist sinnvoll. Doch für Eigentümer bedeutet das vor allem: Arbeit, Zeit und meist auch viele Nerven, die sie lassen müssen. Warum? Seit dem 1. Mai dieses Jahren haben sich die Anforderungen an Eigentümer bei der Vorlage des Energieausweises nochmals verschärft. Durch den Energieausweis sollen Kaufinteressenten über die zu erwartenden Energiekosten informiert werden, auch wenn diese auf dem Ausweis gar nicht konkret verzeichnet sind.

Für Sie als Eigentümer bedeutet das: Aufpassen!

 

Vier Tipps für den richtigen Umgang mit dem Energieausweis:

  • Kümmern Sie sich bereits vor der ersten Besichtigung – besser noch vor dem ersten Inserat – um die Erstellung eines Energieausweises
  • Halten Sie den Energieausweis immer für Kaufinteressenten bereit. Wichtig: diesen müssen Sie nicht erst auf Verlangen vorzeigen, sondern von sich aus vorlegen.
  • Halten Sie den kompletten Energieausweis bereit – inklusive Modernisierungsempfehlungen, soweit diese für Ihre Immobilie gegeben werden
  • Fertigen Sie ein weiteres Exemplar oder eine Kopie des Energieausweises an – denn dem Kaufinteressenten wird eine Kopie des Ausweises ausgehändigt.

Wichtig: Kommen Sie den Pflichten, die die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) an Sie stellt, nicht korrekt nach, gilt das als Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld belegt werden kann.

 

Energieausweis ist nicht gleich Energieausweis

Unterschieden werden zwei Ausweisarten, die sich ausschließlich durch die Berechnungsverfahren zur energetischen Qualität des jeweiligen Gebäudes unterscheiden. Beim Bedarfsausweis orientieren sich die Annahmen zum Energiebedarf vor allem an baulichen Faktoren wie dem Baujahr, den Gebäudedaten, Informationen zur Heizung –kombiniert mit standarisierten Rahmenbedingungen wie dem Nutzerverhalten und der Raumtemperatur. Wie genau diese Berechnung ist, hängt immer von einer möglichst exakten Datenaufnahme ab. Besonders neutral: Die Kennwerte stellen eine allgemeine Größe dar, die unabhängig vom Wohnverhalten der neuen Eigentümer ist.

Der Verbrauchsausweis hingegen orientiert sich an den individuellen Verbrauchsdatenmessungen des jeweiligen Hauses, bereinigt bzw. umgerechnet auf einen deutschlandweiten Mittelwert. Dadurch wird verhindert, dass besonders kalte Winter oder sehr heiße Sommer die Statistik verfälschen. Die Daten werden aus mindestens drei zusammenhängenden Jahren zusammengetragen. Zwar ist diese Form des Ausweises einfach und schnell zu erstellen, das individuelle Heiz- und Wohnverhalten kann aber nicht auf die neuen Eigentümer übertragen werden.

Ach so – noch etwas: haben Sie ausreichend nachgerüstet und saniert?

Die neue Energie-Einsparverordnung schreibt vor, dass ältere Immobilien mit schärferen Austausch- und Nachrüstungsverpflichtungen belegt werden. Von der Sanierung einer Gasheizung über die Dämmung von Warmwasserrohren in unbeheizten Räumen bis zur nachträglichen Dämmung von Geschossdecken unter unbeheizten Dachräumen: Je nach Immobilie gibt es einiges zu tun.

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