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Zweitwohnungssteuer

Aus unserer Rubrik „Was ist eigentlich …?“ | Was ist eigentlich die Zweitwohnungssteuer

Die Zweitwohnungssteuer ist eine kommunale Steuer, die von der jeweiligen Gemeinde erhoben wird. Der steuerliche Tatbestand ist das „Innehaben einer weiteren Wohnung neben der Hauptwohnung“. Gemäß Bundesverfassungsgericht gilt die Zweitwohnungssteuer als Aufwandssteuer im Sinne von Artikel 105 Grundgesetz.

Eine Zweitwohnung ist nach Definition „jede Wohnung, welche neben der Hauptwohnung zur persönlichen Lebensführung des Wohnungsinhabers oder eines Familienangehörigen gehalten wird“. Auf den melderechtlichen Status „Nebenwohnung“ kommt es hier nicht an. Vermietete Eigentumswohnungen, also Kapitalanlagen, sind in aller Regel keine Zweitwohnungen im Sinne der Gemeindesatzungen.

Warum erheben Gemeinden die Zweitwohnungssteuer?

Durch den Bund und das Land erhalten die Gemeinden für jeden Hauptwohnsitz sog. Finanzzuweisungen. Diese Zuweisungen entfallen für Zweitwohnungen. Die Gemeinde hat aber für die Zweitwohnungen Ausgaben für Einrichtungen, die durch den Zweitwohnungsinhaber genutzt werden. Mit der Zweitwohnungssteuer wird von den Gemeinden also ein gewisser „Ausgleich“ geschaffen.

Wir wird die Zweitwohnungssteuer berechnet?

Bemessungsgrundlage ist die Jahreskaltmiete einer Wohnung bzw. deren angenommene erzielbare Kaltmiete (unter Ansatz des ortsüblichen Mietpreisspiegels). Die Höhe der Zweitwohnungssteuer wird von der jeweiligen Gemeinde per Satzung festgelegt. Anhand der Jahreskaltmiete wird im südlichen Oberallgäu derzeit entweder per Steuerkategorien eingeteilt oder mit prozentualem Anteil (z.B. im Bereich der Hörnerdörfer 15% der Jahreskaltmiete) gerechnet.

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